top of page

Data Literacy: Warum gute Entscheidungen mehr brauchen als Bauchgefühl und Zahlen

  • Autorenbild: Monika Juritsch
    Monika Juritsch
  • vor 16 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Data Literacy, also der kompetente Umgang mit Daten, ist längst mehr als ein Buzzword. Wer heute Verantwortung trägt, trifft Entscheidungen oft unter Druck. Es bleibt wenig Zeit, es gibt viele Erwartungen – und immer mehr Zahlen auf dem Tisch.


Der Wunsch nach Klarheit ist verständlich. Doch Klarheit entsteht nicht durch die Menge an Daten. Sondern durch die Fähigkeit, sie richtig zu lesen. Genau hier beginnt echte Data Literacy.


Entscheidungen auf Basis von Zahlen? Ja, aber mit Bewusstsein

Vielleicht kennst du solche Momente: Ein Report liegt vor dir. Zahlen, sauber aufbereitet. Die Kurven zeigen eine eindeutige Richtung. Und der Impuls ist da, sofort zu entscheiden.


Zahlen versprechen Objektivität, besonders im Business-Kontext. Sie wirken sachlich, verlässlich und neutral. Doch dieser Eindruck kann trügen. Denn Zahlen sind nie nur Fakten. Sie sind immer auch ein Ergebnis von Auswahl und Interpretation.


  • Was wurde gemessen?

  • Wie wurde ausgewertet?

  • Warum genau diese Kennzahl?


Data Literacy bedeutet, genau solche Fragen zu stellen. Nicht aus Misstrauen, sondern aus Verantwortung.


Warum Datenkompetenz für Führung so entscheidend ist

In modernen Organisationen entstehen täglich riesige Mengen an Informationen. Im HR-Bereich zum Beispiel liefern Kennzahlen wie Fluktuation, Time to Hire oder Engagement Scores scheinbar klare Hinweise.


Doch sind sie das wirklich?


Eine hohe Fluktuation kann ein Zeichen für Instabilität sein oder für Aufbruch.

Ein niedriger Krankenstand kann auf gesunde Teams hinweisen oder auf eine Kultur der Angst.


Zahlen brauchen Kontext. Und Kontext braucht Reflexion.


Führungskräfte mit echter Datenkompetenz wissen: Zahlen können viel zeigen, aber nicht alles erklären. Sie nehmen sich die Zeit für eine ehrliche Frage: Was sehe ich hier wirklich, und was nicht?


Data Literacy ist eine Haltung

Data Literacy ist keine technische Fähigkeit. Es geht nicht darum, Dashboards perfekt zu beherrschen oder neue Tools einzuführen. Es geht um eine Haltung im Umgang mit Daten. Eine Haltung, die Unklarheit aushält. Die Zahlen einordnet, statt ihnen blind zu folgen. Die Fragen zulässt, bevor gehandelt wird.


Gerade auf Führungsebene ist das entscheidend. Denn Entscheidungen prägen nicht nur Prozesse, sondern auch Kultur, Vertrauen und Richtung.


Data Literacy ersetzt kein Bauchgefühl. Sie macht es klarer

Wer Zahlen blind folgt, gibt Verantwortung ab. Wer sie reflektiert nutzt, gewinnt Tiefe. Die besten Führungskräfte, die ich kenne, sind keine Statistik-Genies. Sondern Menschen mit Klarheit. Sie spüren, wann ein Report wirklich Orientierung bietet und wann er nur ein Ausschnitt der Realität ist.


Data Literacy hilft, genau diesen Unterschied zu erkennen. Und sie beginnt mit einer einfachen Haltung: Zuhören. Hinterfragen. Verstehen.


Wenn dich das Thema bewegt, empfehle ich dir meinen Newsletter. Am 12. Februar erscheint eine vertiefende Ausgabe zum Thema Data Literacy. Darin findest du konkrete Beispiele aus der Führungspraxis und ein Mini-Workbook, das dich unterstützt, deinen eigenen Umgang mit Zahlen zu reflektieren.


Was dich erwartet:

  • Impulse zur Reflexion

  • kurze Übungen zur Einordnung von Reports

  • praktische Gedanken für datenbewusste Entscheidungen


Kein Buzzword-Bingo, keine Theorie. Sondern echte Orientierung, nah an deinem Alltag. Vielleicht ist genau das der Kern von Data Literacy:


  • Nicht schneller entscheiden. Sondern bewusster.

  • Nicht mehr messen. Sondern besser verstehen.


Und manchmal beginnt alles mit einer einfachen Frage: Was sehe ich hier eigentlich wirklich?


Und wenn du beim nächsten Report kurz innehältst,eine Frage stellst - nicht an die Zahl, sondern an dich selbst – dann beginnt etwas Neues.


Mehr dazu und ein Workbook, das dich dabei unterstützt, findest du im Newsletter am 12. Februar. Also: melde dich noch heute dazu an.



Oder schreib mir gerne an: juritsch@feman.at 

 
 
 

Kommentare


bottom of page